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Ich nehme sie wieder auf, die Reihe Mittwochs mit… In unregelmäßigen Abständen werde ich Menschen interviewen, die ich spannend finde, die etwas zu erzählen haben.

Einen Terminkalender für 2016, den habe ich gebraucht.

Gefunden habe ich nicht (nur) einen Terminkalender, sondern viel mehr: Ein guter Plan. (Julie von mat&mi hat mich drauf gebracht. Danke an dieser Stelle – genau, was ich gebraucht habe.)

Ein guter Plan 2016

Ein Terminplaner. Der gleichzeitig immer wieder zum Innehalten und Überdenken anregt. Der hilft, das Wesentliche nicht aus dem Auge zu verlieren und sich immer wieder zu fokussieren. Terminkalender, Lebensplaner und Sachbuch in einem. Dazu noch gut designt. Wahnsinnig gut sogar. Ich brauche Dinge, die gut aussehen und sich gut anfühlen, um sie zu verwenden. Ein guter Plan trifft einen Nerv – und das nicht nur bei mir. Die erste Auflage von 4000 Stück ist über Startnext ausverkauft, die zweite kann man derzeit erwerben. Wer noch keinen Terminplaner hat und nicht irgendeinen nehmen möchte: Nimmt diesen.

Ein guter Plan - nein sagen

Buchenholzbretter

Ich sah sie dort stehen, in der Küche von Sabine von Freundts. Und dachte nur: Oh, die Form! Und: Oh, drei Stück! Wie drei Kinder, die sich der Größe nach hinter einander aufstellen.

Und dann sah ich: Sie sind selbstgemacht. Und dachte: Ich hab schon so lange nichts mehr mit Holz gemacht – vielleicht könnte ich…? Und ich konnte. Zusammen mit meinem Vater in dessen Werkstatt. Liebe Sabine, ich hoffe, Du hast nichts dagegen einzuwenden, dass ich mich so habe inspirieren lassen!

Buchenholz ist es geworden. Ein befreundeter Tischler hat uns freundlicherweise rohe Bretter für ganz wenig Geld überlassen und sogar noch gehobelt. Ein erster Satz Bretter ist schon fertig, ein zweiter braucht noch den letzten Schliff und die Ölung… Ich liebe es, Dinge mit den Händen zu machen – diese Bretter herzustellen, hat mir ganz besonders viel Spaß gemacht, weil wir zu zweit daran gearbeitet haben und das Ergebnis genauso – wenn nicht besser – geworden ist, wie ich es  mir vorgestellt hatte.

Sie sind mir schon nach kürzester Zeit ans Herz gewachsen, die drei. Wer hat überhaupt damit angefangen, kleine Bretter in der Küche zu verwenden? Mir kommt nichts anderes mehr auf den Tisch als diese drei.

Nachtrag: … und wer diese Bretter nicht selbst machen möchte, der kann sie bei Freundts ganz einfach bestellen!

Zeit, mal wieder Dinge zu zeigen, die andere mit ihren Händen machen. Kmpromisslos tolle Dinge, natürlich…

Wunderbar finde ich die filigranen Stempel, Drucke und Postkarten, die Kathrin von karamelo herstellt. Sie bringen etwas zum Schwingen, eine Saite tief in mir. In Dir vielleicht auch?

Kathrin und ich haben und über Natur unterhalten. Ich finde es wirklich spannend, woher sie ihre Inspiration nimmt…

Kannst Du erklären, warum Dir Natur so wichtig ist?
Kathrin: Ich liebe die Dinge schlicht: Betrachtet man einen knorrigen Zweig, eine zart gegliederte Blüte, ein sternförmiges Moospflänzchen, schaut man durch die Äste eines Baumes in den Himmel, findet man eine simple Schönheit.

Perfekt in ihrer Unperfektheit. Und immer wieder ein bisschen anders.

Welche Formen in der Natur magst Du am Liebsten?
 Ganz nach Laune. Mal die runden Kieselsteine, die sich in der Manteltasche so wohlig in der Hand schmiegen und leise klackern, mal das zackige Gewirr von Hecken, das keinen Anfang und kein Ende hat. Punkte und Linien.
Hast Du eine oder mehrere Lieblingspflanzen?
Rosmarin, Olivenbäume & Magnolien. Letztere wäre dann die »üppige« Ausnahme.
Wofür benutzt Du selbst Deine Stempel?
 Für alles, auf das sich stempeln lässt: Für Geschenkpapier, Briefe, Karten, Notizen, Anhänger, Stoff, Modelliermasseexperimente oder die Lavendelsäckchen meiner Mutter.
Kathrin: Welches Produkt im Shop ist Dir selbst momentan das Liebste?
Ein typo-botanisch inspirierter Kringel. Den mal ich schon seit Wochen überall drauf, nun gibt es ihn auch als Stempel.
Kathrins Artikel könnt Ihr in ihrem Onlineshop erwerben. Mehr zu lesen und zu sehen gibts auf ihrem Blog. Ich habe für mich schon ein paar Dinge von ihr ins Auge gefasst – unter anderem diesen fantastischen Stempel. Und Ihr?

{all photos: karamelo}

Einige von Euch kennen bestimmt Mano’s Welt. Einige bestimmt aber auch nicht. Das ist ein Blog, den ich immer wieder gern lese.

Mano hat ein Gespür für Dinge. Sie ist Sammlerin und findet auf Flohmärkten und noch viel ungewöhnlicheren Orten die tollsten Dinge. Dinge, die andere nicht zweimal ansehen würden, oder gar nicht wahrnehmen. Und sie gibt Dingen ein anderes Gesicht. Wunderbares entsteht aus Alltäglichem.

Nr. 6 - Segelschiff
Nr. 6 - Segelschiff

Mano hat sich vorgenommen: Dieses Jahr 366 kleine Schachteln zu gestalten. Jeden Tag eine. Jede anders. Mit Bildern, Zeitungsausschnitten, Krimskrams, was sich in ihrem Atelier eben so findet. Diese Schachteln sind etwas ganz besonderes, einzeln, aber auch zusammen gesehen. Ich habe Euch hier einige meiner liebsten Exemplare ausgesucht. Anfang 2013 wird es eine Ausstellung aller Schachteln geben. Und am Schluss werden sie versteigert. Eine wird, hoffentlich, auch den Weg zu mir finden…

Ich zeige Euch hier meine Lieblingsschachteln von Mano in chronologischer Reihenfolge. Welche mögt Ihr am Liebsten? Die vollständige Schachtelsammlung könnt Ihr auf Mano’s Blog anschauen.

Nr. 6 - Segelschiff
Nr. 6 - Segelschiff
Nr. 13 - Käthe Kruse Puppenwerkstatt I
Nr. 13 - Käthe Kruse Puppenwerkstatt I
Nr. 19 - Raus aus der Kiste
Nr. 19 - Raus aus der Kiste
Nr. 39 - Vergifteter Kopf
Nr. 39 - Vergifteter Kopf
Nr. 52 - Grüner Löwe
Nr. 52 - Grüner Löwe
Nr. 66 - Steinkauz
Nr. 66 - Steinkauz
Nr. 71 - Kirschblüten. Ein Jahr Fukushima
Nr. 71 - Kirschblüten. Ein Jahr Fukushima
Nr. 104 - Zu, Chiuso
Nr. 104 - Zu, Chiuso

 

Nr. 106, Homa eigelb
Nr. 106, Homa eigelb
Nr. 108 - Gefieder
Nr. 108 - Gefieder

{all photos: Mano’s Welt}

Ein kurzer Besuch beim Trödler, und schon gibts neue Mitbewohner. Dieses Mal: Kraniche aus den 50er Jahren. Sie erinnern mich an meine Großmutter und ihre Freundinnen. An 50er-Jahre-Sessel mit einem Schaffell drüber. Ja, das hatte meine Großmutter in ihrem Zimmer. Und ich arbeite auch darauf hin… Mehr dazu demnächst…

Jedenfalls fühle ich mich wohl und heimelig, wenn ich diese Kraniche sehe. Und der Gedanke, sie für 50 cent bekommen zu haben, macht das Gefühl nicht schlechter. Ein bisschen Klebstoff, etwas Leinöl, und sie erstrahlen in altem Glanz. Neue Heimat: Wahrscheinlich als Blickfang auf den Küchenschränken. Mal sehen.

So schnell kam Ostern dieses Jahr für mich! Ging Euch das auch so? Viel zu tun in diesem Frühling, wenig Zeit, um etwas zu dekorieren.

Frei nach diesem Motto habe ich für Solebich eine Anleitung für ganz schnelle Ostertischdeko zusammen gestellt. Drüben die genaue Anleitung, hier schonmal ein paar fotografische Eindrücke. Habt einen wunderschönen Sonntag!

So siehts da aus. Jedenfalls auf einem der Regale. Dieses Arzberggeschirr habe ich von meiner Oma bekommen, und ich liebe es heiß und innig. Leider benutzen wir es viel zu wenig… Schade eigentlich. Ab und zu mal zum Kaffeetrinken. Vielleicht sollte ich es zum Standard-Sonntagssüß-Geschirr erklären.

Wie ihr seht, gibt es auch ein Geschirr mit leicht anderem Muster. Die Tassen sind dann auch Teetassen, glaube ich… Zu diesem Geschirr gehört auch noch eine Teekanne und sogar noch Eierbecher. Als meine Nachbarin hörte, dass ich solches Geschirr liebe, hat sie mich mit nach oben genommen und mir ihres kurzerhand geschenkt. Ist das nicht einfach toll? Ich war wirklich sprachlos…

Am allerliebsten von der Form her ist mir ja die Zuckerdose, wie bei all diesen 50er-Jahre-Geschirren… Sie sieht so elegant und ein bisschen verschroben aus. Sie ist auch das Teil dieses Geschirrs, das mit großem Abstand am Meisten benutzt wird.

Beim nächsten Kaffeetrinken: Stilecht 50er, versprochen.

Oder doch eher Gelb wie Eidotter? Assoziationen von Frühling, von Ostern werden geweckt. Also doch eher Eidottergelb. Auf dem Flohmarkt erspäht. Nicht mehr gehandelt, als der Verkäufer „10 Euro“ sagte und innerlich jubiliert über dieses 50er-Jahre-Schätzchen. Nicht mehr handeln, das kommt selten vor. Geschrubbt, zu Hause, zwei Stunden lang mit allem, was der Putzschrank her gab. Wo wird er stehen? Ich weiß noch nicht, ein Platz muss noch gefunden werden. Die Flohmarktsaison läuft gut an.

 

Nachdem ich dieses Tutorial bei der wunderbaren Elise Blaha gefunden habe, wusste ich: Das will ich auch machen. So ein wunderbares „Schriftbild“.

Hab ich auch, wie ihr seht. Und ich bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Die schwierigste Entscheidung: Was für ein Text soll überhaupt drauf? Noch schwieriger, da es nicht für mich selbst, sondern ein Geschenk war. Das Gedicht Vergnügungen von Bertold Brecht schwirrte mir schon länger im Kopf herum und wollte bei einem Projekt verwendet werden. Also habe ich es abgewandelt und ergänzt, und da war er, der perfekte Text…

Ich habe die Leinwand nach längerer Überlegung NICHT grundiert. Es hätte noch länger gedauert, außerdem wollte ich die Struktur erhalten. Nach ein paar Schriftübungen auf Schmierblättern: Augen zu und durch! Anfangen, die Schrift aufzu„malen“. Glücklicherweise hatte ich jemanden, der sie mir diktiert hat (danke, Tim!), so dass ich mich auf das Schriftbild konzentrieren konnte. Ich muss Euch allerdings sagen: Man sollte zwischendurch auf auf die Rechtschreibung achten! Ich war so auf das Aussehen der einzelnen Buchstaben fixiert, dass ich an zwei Stellen einfach Buchstaben vergessen habe. Nun ja, macht es, ähem, individueller und sympathischer, oder? Mit relativ flüssiger Farbe einfach drauf los schreiben, bis die Leinwand voll ist…

In einem zweiten Durchgang habe ich die Buchstaben dann noch geschwärzt. Sie sind nicht komplett kompakt geworden, aber ich finde es auch wirklich sehr schön so.

Genauere Infos, wie es geht, findet Ihr im Tutorial von Elise. Überlegt Euch das mit dem Grundieren. Und: Seid nicht perfektionistisch! Gerade die kleinen Eigenheiten machen das Besondere aus…