Doro Ottermann

April 20th, 2012 § 6 comments § permalink

Wenn zwei sich mal gekannt haben. Weil sie aus dem gleichen kleinen Örtchen kommen. Wo man sich auf jeden Fall kennt. Wenn man sich gemocht hat, aber dann, aber dann weggezogen ist und sich natürlich aus den Augen verloren hat. Wie das Leben halt so ist.

Aber wie ist das dann, sich nach zehn Jahren “wieder zu finden”? Über das Bloggen? Überraschend und ganz erstaunlich? Ich finde: Toll ist das. Und wenn die Wiedergefundene inzwischen auch noch Illustratorin geworden ist und so fantastisch schöne Dinge aus ihrem Stift strömen lässt? Dann muss ich Ihr auf jeden Fall ein paar Fragen stellen und die Antworten hier mit Euch teilen.

Was hast Du Dir diesen Frühling Schönes vorgenommen?

Worüber hast Du Dich in der letzten Woche sehr gefreut?

Morgens am neuen Tag brauchst Du…
Was magst Du in Deiner Wohnung am Liebsten?
Was ist Dir bei Deinen Illustrationen wichtig?
Wie arbeitest Du?
Danke, Doro, für Deine Antworten!
Doro Ottermann ist Illustratorin in Hamburg. Wenn Ihr mehr von ihren Zeichnungen sehen möchtet, schaut mal rüber auf ihren Blog dorobot.
Lieber etwas in den Händen haben? Doro ist Autorin des wunderbaren Ankreuztagebuchs. Ob der Tag nicht so gut ist, wie viel Du gelacht hast, worüber Du nachgedacht hast. All das kann man hier ganz einfach im Blick behalten. Ich habe es schon mehrfach verschenkt und kann es Euch sehr empfehlen!
(Alle Bilder: Doro Ottermann)

Knorrige Baumpersonen. Der Künstler Albert König und: Eine Verlosung!

Januar 29th, 2012 § 28 comments § permalink

Halalilinde, Albert König

Albert König. So vertraut ist mir dieser Name. Ruft Erinnerungen wach an eine Kindheit in der Lüneburger Heide, mit ausgedehnten Spaziergängen und Wanderungen im Wald, in der Heide auf dem Feld. An eine wunderbare Großmutter, die uns in einem Buch mit Königs wunderbaren Zeichnungen blättern ließ. An das kindliche Staunen des kleinen Mädchens, vor einem knorrigen Baumriesen stehend. In die Blätterkrone schauend. Dem Wind in den Zweigen lauschend. Wie sich die knorrige Rinde anfühlte, die verschrobenen Stämme sich nach oben streckten. Den Geruch dieser Rinde. Das ehrfürchtige Überlegen: Dieser Baum war schon alt, als Oma ein Kind war…

Dieses kindliche Staunen, diesen Blick auf Bäume, Pflanzen und Landschaft habe ich mir bewahrt. Und ich bin dankbar dafür. Er ist ein großes Geschenk. Mit diesem Blick schaue ich mir immer wieder die Holzschnitte und Zeichnungen Albert Königs an. Ein Künstler, der diesen Blick Zeit seines Lebens aufs Papier zu bringen vermochte. Er wurde 1881 in Eschede in der Lüneburger Heide geboren und lebte lange in Unterlüß, wo er 1944 starb. Sein gesamtes künstlerisches Werk widmete er den Landschaften, die er hier vorfand. Bewundernd und staunend sitze ich immer wieder vor seinen papiernen Baumwesen. Und denke: Ja. Einfach: Ja. Ich weiß, wie sich die Geräusche rund um diesen Baum anhören. Ich weiß, wie es im Urwald in Unterlüß duftet. Solche Bäume gibt es dort immer noch. Oder die riesigen alten Buchen am Feld hinter dem nächsten Ort, auf denen wir als Kinder kletterten. Winzig auf diesen uralten Riesen, die die Kraxelei und das Kinderlachen gütig über sich ergehen ließen.

Hohe Buche mit Spinne (Ausschnitt)

Albert Königs Werk bedeutet mir viel. Besonders seinen Holzschnitten und Zeichnungen von alten Bäumen gehört mein Herz. Einer seiner Holzschnitte ist gerahmt in meinem Unter-der-Woche-Zimmer. Andere möchte ich gerne noch aufhängen. Dieser Künstler bringt etwas ganz tief in mir zum Schwingen. Fängt einen Zauber der Landschaft ein, macht Bäume zu Persönlichkeiten. Das bewundere ich sehr, und dieses Gefühl möchte ich gerne mit Euch teilen. Euch sagen: Schaut Euch sein Werk an. Entdeckt seine Bäume, seine Landschaften. Allzu unbekannt sind sie, außerhalb bestimmter künstlerischer Kreise, immer noch. Das, finde ich, muss anders werden.

Darum gibt es heute, zur Feier des einjährigen Bloggeburtstags, eine Verlosung. Zu diesem Zweck habe ich einen Band mit den “Baumzeichnungen” von Albert König erworben. Das Albert-König-Museum, bei dem man Bücher, Drucke und Postkarten Albert Königs kaufen kann, war begeistert von meiner Idee. Spontan legten sie noch einen ganzen Stapel Postkarten sowie eine Mappe mit 20 Zeichnungen Albert Königs dazu, die ich Euch also mit verlose! Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an das Albert-König-Museum in Unterlüß, dessen Besuch ich wärmstens empfehlen möchte.

Was müsst Ihr nun tun, um zu gewinnen? Ganz einfach:

  1. Einen Kommentar zu diesem Artikel hinterlassen, und zwar bis Sonntag, den 12. Februar um Mitternacht. Was würdet Ihr mit dem Gewinn machen, wenn Ihr gewinnen würdet? Und welcher wäre Euch am Liebsten?
  2. Wenn Ihr Eure Chance verdoppeln möchtet, weist auf Eurem Blog mit Link auf die Verlosung hin und hinterlasst einen zweiten Kommentar.

Die Gewinne sind:

  1. Die Landschaft der Lüneburger Heide. 20 Zeichnungen von Albert König (einzelne Blätter, wunderbar zum Rahmen geeignet)
  2. Das Buch Baumzeichnungen von Albert König.
  3. - 10. Preis: Ein Postkartenpaket mit fünf verschiedenen Bildern von Albert König.

Eure Chancen sind also groß, das Mitmachen lohnt sich! Eure Mailadressen sammle oder speichere ich nicht und benutze sie nur zum Versenden der Gewinne. Die Gewinner werden zufällig ausgelost.

Falls Ihr nicht gewinnt und dennoch an Büchern oder Drucken von Albert König interessiert seid, weise ich nochmals auf das Albert-König-Museum hin: Auf Anruf oder Mail schicken die Mitarbeiter Euch gerne das Gewünschte auf Rechnung zu.

Baumzeichnungen von Albert König

{Fotos 1 und 2: Mit freundlicher Genehmigung des Albert König Museums }

Hinflattern: Eulenkalender 2012, umsonst.

Januar 12th, 2012 § 2 comments § permalink

Zu spät, zu spät! Fand der verrückte Hutmacher bei ‘Alice im Wunderland’.

Glücklicherweise ist es absolut nicht zu spät, sich eben schnell vor den Rechner zu hängen und den echt niedlichen Kalender von My Owl Barn zusammenzuklickern. Dafür haben 45 Künstler ganz verschiedene Eulen-Bilder beigesteuert, aus denen Ihr Euch Euren ganz persönlichen Eulenkalender für 2012 zusammenstellen und herunterladen könnt. Ist das nicht eine tolle Idee?

Ich gebe zu: Da gibt es eine Kindheitsprägung. Meine Oma sammelte Eulenfiguren, die ich immer bewundert und umgeordnet habe. Seitdem bin ich nicht ganz zurechenbar, wenn es um Eulen geht… Dieser Kalender ist ein absolutes Muss, und glücklicherweise habe ich noch keinen für dieses Jahr.

Das ist der Tag, von dem ihr noch euern Enkelkindern erzählen werdet.

Dezember 13th, 2011 § 11 comments § permalink

Gesehen. Verstanden. Gegrinst. Und geliebt!

Und ich wette, es wird Euch auch so gehen, wenn Ihr erst wisst, wenn Ihr erst wisst….

Das kleine Büchlein, das vom Layout ganz bewusst an die guten alten Reclam-Hefte erinnert, ist eine Transkription von Germany’s Next Topmodel 2011 – Das Finale. Wort für Wort für Wort…. In Dramenverse gesetzt. Und: Himmel hilf, es funktioniert…

Eine Projektarbeit von Grischa Stanjek und Gregor Weichbrodt im Fach Typografie an der HTW Berlin. Hut ab. Super Idee, toll umgesetzt. Viel Spaß Euch mit den Fotos. Das ganze Drama gibts hier zu lesen. Mehr Infos zu den Machern auf  Gregors Website. Danke Euch beiden für dieses wirklich geniale Projekt.

{Fotos: Susanne Bussmann}

 

Im Interview: Ein Blick hinter die Kulissen der ISSUE mit Tim und Stephan.

November 25th, 2011 § 6 comments § permalink

Heute schnüre ich Euch ein etwas ungewöhnliches Glückspaket (mehr dazu bei Okka!). Nicht mit verschiedenen kleinen Vorhaben, Ideen, Musik… Stattdessen packe ich Euch dieses spannende Interview mit Tim und Stephan, den Herausgebern der Issue, hinein – und den Suchauftrag, eine Ausgabe zu finden…(Wer nicht erfolgreich ist und dennoch rein schauen möchte, meldet sich bei mir oder direkt bei der Issue…)

Kompromisslos toll: Gut, fangen wir an. Wir wollen heute über ein kleines Magazin mit dem Titel Issue sprechen. Die aktuelle Ausgabe zum Thema „El Dorado“ ist postkartengroß und hat 52 Seiten mit vielen Bildern und wenig Text. Aber was genau ist Issue eigentlich?
Stephan: Issue ist ein kleines Kommunikationsprojekt, welches zu einem vorgegebenen Thema die meist künstlerischen Arbeiten verschiedener Personen präsentiert, Aufmerksamkeit erregen und neugierig machen soll. Natürlich nur, wenn man eines der Hefte findet, die in ganz Deutschland verstreut sind. Daher kommt auch das für Magazine unübliche Text-Bild-Verhältnis.
Tim: Außerdem ist es ein Mitmach-Projekt. Kommunikation, die nur in eine Richtung verläuft, ist doch auf die Dauer langweilig. Das bedeutet, wir freuen uns über jeden, der etwas zu einem unserer Heftchen beiträgt. (Mitmachen!)

Kompromisslos toll: Okay, jeder kann mitmachen. Aber mal konkret: wer macht das Heft, wer steckt dahinter?
Tim: Stephan und ich haben uns das Ganze ausgedacht. Und genau genommen sind wir auch die Abteilungen Konzeption und Design. Wobei wir uns natürlich viel mit anderen Leuten unterhalten und Ideen kanalisieren. Wir beide haben einen künstlerischen Background, wenn auch ganz unterschiedlicher Art: Stephan ist gelernter Mediendesigner und ich habe Kunst studiert.
Stephan: Aber egal, wie viel Mühe wir uns auch geben, Issue wäre nicht möglich, wenn nicht viele am selben Strang ziehen würden: Bei der ersten Ausgabe waren wir zu viert. Mittlerweile haben über zwanzig Leute aus ganz unterschiedlichen Bereichen ihren Teil zum Projekt beigetragen. Aber das ist ja nichts Neues für dich, Marlene, du hast ja auch schon mitgemacht…

Kompromisslos toll: Stimmt. Mich hat das Projekt von Anfang an fasziniert, weil ich mich ja viel mit Do-It-Yourself-Dingen, Gestaltung und Handarbeit beschäftige. Und auch wenn Ihr das Heft drucken lasst, ist es ja offensichtlich selbstgemacht – mit viel Persönlichkeit. Wie seid Ihr eigentlich auf die Idee gekommen, ein eigenes Magazin herauszugeben? Ist ja kein selbstverständlicher Schritt von eigenem Interesse an Kunst zum Herausgeber zu werden.
Stephan: Da ich aus der Werbebranche komme und schon so einige Broschüren, Hefte und Kataloge für diverse Kunden gelayoutet und visualisiert habe, wollte ich schon immer mal “mein eigenes Heft” kreieren und bestimmen, was darin erscheinen soll. Tim kam die Idee, als er bei mir auf der Toilette saß und dort ein von mir aus London mitgebrachtes Heftchen sah. Dann ging es eigentlich recht fix: Wir wollen so etwas auch machen! Nur der richtige Inhalt musste noch erörtert werden…
Tim: Mein Anliegen war ein bisschen anders. Da ich selber auch frei künstlerisch arbeite und versuche regelmäßig auszustellen weiß ich, wie schwer es ist für junge Künstler ein entsprechendes Publikum zu erreichen. Das geht im Kollektiv natürlich viel leichter. Issue war somit eine schöne Lösung um Arbeiten aus den Schubladen in die Öffentlichkeit zu kriegen und gleichzeitig auch noch regelmäßig etwas Neues zu schaffen.

Kompromisslos toll: Die dritte Ausgabe „El Dorado“ ist gerade aus dem Druck. Wie war der Weg bis hierher?
Stephan: Ja, wir sind noch immer ganz überwältigt! Mit der dritten Ausgabe übertrifft sich Issue mal wieder selbst und es ist sehr schön, einen gewissen Fortschritt mit jeder publizierten Ausgabe ausmachen zu können. Sowohl was die Arbeiten betrifft als auch das Konzeptionelle, was allem vorangeht. Womit wir schon beim Punkt wären: Dieses mal haben wir uns gedacht, das Magazin in Kapitel aufzuteilen, um noch mehr einen roten Faden hinein zu bekommen. Mal sehen, wie es ankommt. Wie gesagt, wir entwickeln uns mit jeder Ausgabe weiter, was echt spannend ist.
Tim: Es ist wirklich spannend, denn mit jedem Erfolg – und das ist die Herausgabe jedes Heftes natürlich für uns – merkt man auch ein Scheitern. Insbesondere was den von Stephan angesprochenen „roten Faden“ angeht. Wie lässt sich so viel Unterschiedliches sinnvoll zu einem großen Ganzen verbinden? Aber auch wenn wir sicherlich noch viel Entwicklungsspielraum haben, ist die Entstehung bisher definitiv eine kleine Erfolgsgeschichte: Das Feedback ist wunderbar, qualitativ und quantitativ geht es steil bergauf.

Kompromisslos toll: Aber ihr entwickelt euch ja nicht nur weiter, sondern erfindet das Heft auch jedes mal ein bisschen neu. Mir ist zum Beispiel aufgefallen, dass es kein festes Logo oder Layout gibt. “Heureka!” ist das Thema für das nächste Heft. Wie sucht Ihr die Themen der Hefte aus – und wie entscheidet Ihr, welche Beiträge ins Heft hinein dürfen?
Tim: Stimmt, die einzige Konstante ist der etwas nichtssagende Name des Magazins „Issue“. Der ist ja selbst nur Platzhalter für die Themen. Eigentlich verstehe ich jede Ausgabe als ein eigenständiges Kunstwerk, deshalb passt sich das Heft in seinem Erscheinen auch immer den inhaltlichen Bedürfnissen an. Und wir planen für die Zukunft auch das Format hin und wieder zu ändern. Ich plaudere mal aus dem Nähkästchen und lasse die Schlagworte „Kalender“ oder „Postkartenbox“ fallen.
Stephan: Jetzt verrat nicht schon zuviel! Lass uns lieber bei der jetzigen Ausgabe bleiben: Heureka! Wir sind schon ganz gespannt, was für Geistesblitze uns die Teilnehmer schicken werden – und mit welchen Ideen wir um die Ecke kommen werden. Die Themenfindung ist relativ unspektakulär. Erst heute, als Tim und ich durch die Stadt liefen, kam Tim wieder ein Einfall, den ich sofort notierte. So sammeln wir erst einmal alles und dann setzen wir uns hin und erörtern unsere Ideen – ist es verständlich genug, zu einfach, zu schwierig, zu abgedreht, kann man mit viel Feedback bzw. Einreichungen rechnen? Wir haben mittlerweile eine recht tolle Liste. Das ausgesuchte Thema wird dann bekanntgegeben und entweder treten Interessierte an uns heran oder wir gehen auf die Leute zu. Meist bekommt man schon eine Idee vermittelt, was die Leute ins Heft bringen wollen. Bei Einsendeschluss sehen wir dann das Ergebnis. Bisher hat es grundsätzlich immer gepasst. Falls wir mit Kleinigkeiten unzufrieden waren, haben wir mit demjenigen gesprochen, ob man dies oder jenes noch anpassen könnte. Das klappte Gott sei Dank immer. Zum Glück waren wir bisher auch noch nie an dem Punkt, einem sagen zu müssen “Das ist Mist, das nehmen wir nicht!“
Tim: Der Punkt wird sicherlich kommen, zumal wir langsam echt viele Einsendungen bekommen. Aber keine Sorge, so harsch würden wir das sicherlich nicht formulieren.

Kompromisslos toll: Was ist Euch besonders wichtig an der Issue? Und was meint Ihr, wie es bestenfalls mit der Issue weiter geht?
Stephan: Das Magazin lebt von der Vielseitigkeit der Beiträge und den unterschiedlichen Beteiligten. Ohne sie ginge das gar nicht und deshalb ist es mir besonders wichtig, immer mehr Interessenten anzusprechen und mit ins Boot zu holen… sozusagen ein großes Repertoire an Kunstschaffenden zu haben. Zudem möchte ich, dass die Issue immer ein eher kleines Independent-Heft bleibt, nichts Kommerzielles also.
Tim: Dem stimme ich zu. Dennoch habe ich schon den Anspruch aus dem „kleinen Kommunikationsprojekt“ ein größeres zu machen. Größere Auflagen? Ausstellungen? Hochwertiges Material? Die Gedanken sind frei, allerdings ist der Non-Profit-Gedanke schon in Stein gemeißelt. Bei allen Ambitionen wollen wir so unabhängig und flexibel wie möglich bleiben – um auch in Zukunft überraschen zu können.

Kompromisslos toll: Stichwort Zukunft: Ich wünsche mir ja sehr, dass der eine oder andere Leser von Kompromisslos toll bei einer der nächsten Issue-Ausgaben mitmachen wird! Was könnt Ihr uns dafür mit auf den Weg geben?
Tim: Das wünschen wir uns auch!
Stephan: Als erstes: Nur keine Scheu! Wir sind grundsätzlich offen für alles. Und freuen uns über Feedback und Einsendungen. Sicher wird auf dem ersten Blick nicht jedes Thema jedem liegen, aber daran soll es nicht scheitern. Seit mutig, ihr habt sicher was drauf, was irgendwie ins Thema passt, zur Not helfen wir euch, einen Weg zu finden.
Tim: Das hast du schön gesagt.

Feine Wunderdinge geschehen in: Duisburg

November 9th, 2011 § 12 comments § permalink

Seit ich angefangen habe, Blogs zu lesen, und noch viel mehr, seit ich selber hier auf Kompromisslos toll schreibe, finde ich die tollsten Dinge in der weiten Netzwelt. Tutorials oder Anleitungen, tolle Webdesigns, Druckvorlagen für Briefpapier, Geschenkanhänger, Illustratoren oder Textildesigner, die sich mit wunderbaren Ideen selbständig machen – you name it! Heute ist es dringend Zeit, eines dieser tollen Projekte vorzustellen. Letzten Freitag habe ich es ja schon durch das Foto angeteasert.

Katrin von lingonsmak und Julia haben es getan: Sie haben ihren beruflichen Traum wahrgemacht und eine Grafikwerkstatt für Kinder aufgemacht. Ich liebe ihre Druckideen sehr, und was ich auf den Fotos gesehen habe, hat mich einfach begeistert: Wunderschöne, freundliche Räumlichkeiten, um all die tollen Dinge in Kursen an Kinder und Erwachsene weiter zu geben, die sie so nach und nach entwickelt haben und auch noch weiter entwickeln. Garniert wird der Laden durch die wunderbaren Sachen, die man auch in ihrem Onlineshop lilla Lingon käuflich erwerben kann.

Der erste Kurs zum Thema Safari hat schon stattgefunden – sind die Ergebnisse nicht einfach klasse? Ich kann mir so gut vorstellen, wie sie dort zusammen sitzen, um den Tisch laufen und gucken, was die anderen machen… Konzentrierte kleine Gesichter, Lachen, bunte Hände… Und so schöne Ergebnisse für alle Kinder!

Also, ihr Duisburger, Oberhausener, und was da noch alles in der Nähe ist: Schaut Euch das Programm für 2011 an und was an den Adventssamstagen so passiert. Und behaltet lilla Lingon im Auge für zukünftige Veranstaltungen – hoffentlich auch bald für Erwachsene. Ich würde sehr, sehr gerne mal vorbeischauen und an einem Kurs teilnehmen, liebe Katrin. Vielleicht fällt Euch ja auch bald etwas Tolles für uns große Kinder ein? Ich fänds große Klasse! Und wünsche Euch ganz, ganz viel Erfolg mit Eurem tollen Projekt.

{alle Fotos: lilla Lingon}

Glückspaket zum ganz besonderen Wochenende: Alles neu macht der November…

November 4th, 2011 § 8 comments § permalink

Ein ganz besonderes Wochenende, dieses kommende: Das erste Wochenende nach der ersten Woche im neuen Job, in einer neuen Stadt. Ich freue mich jetzt schon ganz besonders darauf! Das Wieder-zu-Hause-ankommen wird zu einem ganz speziellen Moment, die Familie, Freunde, meine Wohnung und die Katzen sehe ich mit ganz anderen Augen. Genieße die kleinen Dinge doppelt und dreifach.

Keine einfache Entscheidung, sich für das Wochenend-Pendeln zu entscheiden – aber ich bin froh, dass ich es machen kann. Freue mich über lustige neue Kollegen, spannende Aufgaben, und darauf, eine bekannte Stadt nach 10 Jahren wieder neu zu entdecken: Hannover. Verzeiht also, wenn es in nächster Zeit hier im Blog etwas seltener Neuigkeiten gibt – das “richtige” Leben fordert momentan sehr! Umso mehr freue ich mich darauf, freitags (jaaa, ich habe ein langes Wochenende) mit großem Milchkaffee in der Hand in Euren Blogs zu stöbern, was es Neues gibt, und auch selbst etwas Spannendes zu schreiben…

Mehr kleines und größeres Glück gibts dieses Wochenende:

  • beim samstäglichen Markteinkauf, Treffen mit Freunden am Kaffeestand und gemütlichem Plausch
  • ganz in Ruhe etwas Leckeres, Besonderes kochen! Habt Ihr (vegetarische) Ideen für mich? Die leckere Marktzutaten einschließen? Ansonsten greife ich auf Scheiße, was koch ich heute? oder meine neue Liebe Leon zurück!
  • Weiterstricken am Baggy Bolero - ob er fertig wird dieses Wochenende? Falls ja: Wolle kaufen fürs nächste Projekt. Es wird ein kalter Winter. Bestimmt. Bleibt die Frage: Welche Farbe? Zu dunkel darf es nicht werden, sonst kommt das Zopfmuster nicht so schön raus…
  • viel Funkhaus Europa im Hintergrund. Das ist ja sowas von mein absoluter Lieblingssender – kennt Ihr den?
  • Mich schon ganz doll auf meinen Lieblingsbeitrag nächste Woche freuen! Das heutige Foto ist ein Teaser…. Spannende, kompromisslos tolle Dinge geschehen überall in Deutschland!
Mehr Glück gibts bei Okka und bei Steffi. Habt ein wunderbares, kompromisslos tolles Wochenende! Ja? Versprochen? Neeee, besser nicht – machts Euch einfach nur schön….

Frisch gepresst: Das ISSUE Magazin. Saftig!

September 13th, 2011 § 1 comment § permalink

Ein guter Zeitpunkt, vorstellig zu werden, findet Ihr nicht? Das ISSUE Magazin ist jedenfalls ganz dringend eine Vorstellung wert!

Die Idee zu Issue ist aus einem ganz simplen, vielleicht sogar egoistischen Anlass heraus entstanden: dem Wunsch nach Teilhabe. Es gibt hier einen Schrank voller Papier, der genau so gut beim MI-6 stehen könnte. Niemand, außer ein paar sehr privilegierten Leuten, weiß, was darin liegt. Nur: In diesem Fall ist das nicht gewünscht. Er enthält Zeichnungen, Malereien, Drucke und sonstiges Zeug, das nur zu gerne von einer Öffentlichkeit wahrgenommen werden will. Egal was du machst, ob zeichnen, schreiben, schrauben, spielen, denken, malen, basteln, du kennst doch bestimmt das Gefühl, es im Grunde nur für dich und deine Schubladen zu tun. Das ist schon eine Menge wert, aber noch schöner wäre es doch, wenn du die Möglichkeit hättest, dich und deine Arbeiten zu präsentieren. (von hier)

Das Thema der aktuellen Ausgabe ist black, Ausgabe #1 beschäftigte sich mit dem Thema Der große Schlaf. Es gibt viel zu sehen, wenig zu lesen, in diesem kleinen, postkartengroßen Heftchen, das an verschiedenen Stellen in Deutschland ausliegt (und wenn das bei Euch nicht der Fall ist, mailt einfach, um eins zu bestellen – und gleich ein paar mehr zum Verteilen!).

Und das Beste daran ist: Jeder kann mitmachen! Ich grüble schon für die nächste Ausgabe, an der ich mich auch beteiligen möchte. Das Thema finde ich superspannend: El Dorado, Sehnsüchte, Wunschvorstellungen und Enttäuschungen. Und habe gleich an verschiedene von Euch gedacht: Julia und Mano, Ihr habt doch immer so wundertolle Ideen, wäre das nicht etwas für Euch? Und natürlich auch für jeden anderen, der Lust zum Mitmachen hat.

 

{all photos: ISSUE Magazin}

 

Die Geschichte vom traurigen Zwerg. Mit Triefnase. Also der Zwerg, nicht die Geschichte…

Juli 12th, 2011 § 6 comments § permalink

Irgendwie habe ich eine Glückssträhne momentan. Nicht nur habe ich wieder mal etwas Wunderbares gewonnen (Danke, liebe Mano, ich freu mich auf die Post!), sondern auch noch von einem freundlichen Menschen ein fantastisches Geschenk bekommen – oder so ähnlich.

Neulich war ich mit meiner Mama in einer Second-Hand-Bücherstube, die in unserem kleinen Ort jeden Donnerstag offen hat. Wenn ich dann donnerstags mal da sein sollte, nutze ich gleich die Gelegenheit und verschwinde für ein halbes oder Stündchen dorthin. Bei Büchern bin ich ja manisch. Liegt offenbar im Blut, das Haus meiner Eltern im kleinen Heidedorf ist voll von alten und neuen Büchern. Finde ich sehr gemütlich.

Zurück in die Bücherstube: Meine Mama und ich stöberten und kamen mit der Dame ins Gespräch, die dort immer die Bücher verkauft, klassische Musik hört, Bücher bei Amazon einstellt und natürlich immer für ein Schwätzchen zu haben ist. Sie merkte schnell, dass ich schön gemachte, alte Bücher mag, und dass ich noch Frakturschrift lesen kann (ich wünschte, auch Sütterlin, aber da sehe ich nur Schleifen und Schnörkel). Dass ich “Leberecht Hühnchen” von Heinrich Seidel und “Der kleine Grenzverkehr” von Erich Kästner sowie ein Gedichtbändchen von Rilke in schönen Ausgaben auf meinen Stapel legte, erfreute sichtlich ihr Herz.

Irgendwann schob sie mir dann ein Buch hin: “Schauen Sie sich doch mal das an, wäre das nicht was für Sie?” Ich schaute, selbstverständlich. Und sah: Ein altes, sehr abgegriffenes Kinderbuch mit der Abbildung eines traurigen, langnasigen Zwerges auf dem Titelbild. Offenbar schon recht alt. Innen hielt es wunderbare, aber sehr unheimliche, teilweise düstere Illustrationen für mich bereit. Die Frau sagte: “Vielleicht kennen Sie den Illustrator: Er war für Jahrzehnte der beliebteste Kinderbuchillustrator Deutschlands. Sein Name ist Ernst Kutzer.” Ich kannte den Namen nicht, erkannte aber den Zeichnungsstil wieder. Unentschlossen blätterte ich etwas. Die Bilder waren mir zu düster, aber auch wunderschön.

Um es kurz zu machen: Ich habe es mitgenommen. Mitsamt den sechs anderen Büchern, die ich ausgesucht hatte. Die Dame freute sich so über meine Auswahl, dass sie mir partout nicht mehr als 10 Euro für alle sieben Bücher abnehmen wollte. Abends zeigte ich diese Merkwürdigkeit in Ruhe meinen Eltern und unseren bosnischen Freunden, die zu Besuch waren. Wir freuten uns über die Verse und die schlichte Moral der Geschichte – man kann es auch “Drohen mit zauberisch-schlimmen Konsequenzen, wenn Du nicht brav bist, Kindchen!” nennen. Wer möchte schon in einen Zwerg mit langer Triefnase verwandelt werden? Da wir nicht rausfinden konnten, wie alt das Buch war, habe ich spätabends noch im Internet nachgeschaut. Und konnte meinen Augen nicht trauen. Die Dame in der Bücherstube hat mir eine absolute Kinderbuchrarität quasi geschenkt. “Der Puppenzwerg” wird für Höchstpreise gehandelt. Wenn man das Buch denn überhaupt findet. In meiner Ausgabe sind zwar einige der Innenblätter lose, und eins ist angerissen, es ist aber dennoch wertvoll. Nicht, dass ich vorhätte, es zu verkaufen. Kinderbücher liebe ich nämlich sehr. Und diese Geschichte ist doch noch viel wertvoller als das Buch an sich…

Kumm bi de Nacht, segg mi was Leevs!

Mai 30th, 2011 § 1 comment § permalink

Nach langer Blogabstinenz: Wieder da. Ich danke meinen beiden fantastischen Gastbloggerinnen, Ms_peachy und Stephie von Roboti liebt ! Da ist die Leere hier auf Kompromisslos toll nicht ganz so groß geworden.

Erstmal ankommen, Gedanken ordnen und Dinge sammeln, von denen ich Euch erzählen will. Bis dahin erstmal ein Link zu einem Projekt, das mir sehr am Herzen liegt: Das Liederprojekt des SWR2 und des Carus-Verlags. Am Wochenende mitten in der Nacht reingehört und mitgesungen. Die Nachbarn dürften sich gewundert haben ;-) Schauts Euch mal an, es lohnt sich!  Wunderbare alte Volks- und Wiegenlieder, toll interpretiert, mit Mitsingversionen und einfach sooo schönen Illustrationen dazu. Und wer will, hört sich eins meiner Lieblingslieder an. Mit Platt kriegt man mich ja sowieso.
Wer mich beschenken wollte, läge mit den dazugehörigen Büchern sehr richtig…