Tag

Alltag

Mach mal was!

Es gibt Menschen, die begleiten einen durchs Leben. Manche sind ganz nah und alltäglich dabei. Manche sieht oder spricht man selten – aber wenn, dann ist es wunderbar. Und dann gibt es die seltenen Fälle, wo man jemanden seit Jahren, inzwischen seit Jahrzehnten (oha!) nicht gesehen und auch nicht gesprochen hat – aber die Chemie, die stimmt.

Doro ist für mich so ein Fall. Ich habe in einem früheren Artikel schonmal über sie und ihre wunderschönen Illustrationen geschrieben. Inzwischen ist viel Zeit vergangen, und Doro lässt derweil natürlich nicht einfach den Stift fallen!  Im letzten August ist ihr neues Buch erschienen: Mach mal was! aus dem Mosaikverlag.

Keine leere Aufforderung. Wenn man Doros Buch wirklich benutzt und nur ein paar der wirklich witzigen Dinge tut, die sie vorschlägt – dann ist das Buch innerhalb kürzester Zeit doppelt so dick.

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Ihr seht: Das habe ich noch nicht getan. Mein Exemplar ist noch taufrisch. Kommt aber noch! Ich hab schon viel geschmunzelt und möchte sofort rauslaufen und Regentropfen auf eine der Seiten drücken…

Schon beim Durchblättern fühl ich mich einfach gut aufgehoben in diesem Buch: Mach mal was, und zwar etwas ein bisschen Verrücktes. Genau mein Ding, denn machen ist das, was ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe. Ich glaube, dass ich Doros Buch oft verschenken werde – es rührt Dinge an, die einen trüben Alltag ein kleines bisschen weniger grau werden lassen können. Und wer, frage ich mich, wer kann das nicht brauchen? Danke, Doro, dass Du diese ganzen witzigen, nachdenklichen Dinge mit uns teilst – und uns den gewissen Tritt in den Allerwertesten gibst, damit einfach mal was passiert.

Hinweis: Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Hallo, 2016.

Du bist mir willkommen! 2015 war, gelinde gesagt, ein merkwürdiges Jahr. Es hat viel Änderung mitgebracht: Persönlich. Hat viele Fragen in meinem Kopf aufgeworfen: Gut. Und viele unbeantwortet gelassen. Nicht so gut? Doch. Bewusstsein geschaffen, aufgerüttelt. Danke dafür, 2015.

2016, ich muss Dir sagen: Ich habe so einiges mit Dir vor! Sei vorbereitet.

Neues vorantreiben. Noch im Januar geht es an die Gründung der Solidarischen Landwirtschaft Vaußhof eG – da gibt es noch viel zu tun. Mehr dazu bald in einem separaten Blogpost, und dann in vielen weiteren Posts – ich möchte das erste Solawi-Jahr in diesem Blog begleiten, überdenken, dokumentieren. Vom ersten Feldsalat über den Aufbau des Kühlhauses über das Entwässern unseres sehr nassen Feldes, bis zum Befestigen der Parkfläche an der Halle und natürlich unsere ersten Erfolge und Misserfolge mit dem Wichtigsten: Unseren Gemüsepflanzen. Ein Herz-Projekt. (Wer schonmal ein bisschen was erfahren möchte: Das Frohlein hat uns im letzten Jahr besucht und berichtet.

Ein Licht für Dich und mich.

Zur Mitte kommen. 2015, Du hast mich vor Herausforderungen gestellt. Unter einen Hut bekommen: Familie, Arbeit, Herzensprojekte – und mich selbst. Wieder mehr: Den Fokus auf die wichtigsten Dinge lenken. Nicht im Alltag verloren gehen und wieder mehr zu mir selbst kommen. Atmen. Bestens für alle Bereiche des Lebens, im Trubel des letzten halben Jahres leider etwas verloren gegangen.

Unterwegs sein und Freunde treffen. Zeit für Entdeckungen haben, im Kleinen wie im Großen. Den Strudel des Alltags verlangsamen und Freiräume schaffen. Herzens-Projekte voranbringen.

2016, ich freue mich auf Dich. Einfach sein und tun. Weniger denken, mehr machen. Na dann!

 

… Polaroids. Für jeden Tag eins. Als Abreißkalender. Auf der Rückseite der Kalenderblätter findet man jeweils etwas Information zu Foto und Fotografen.

Schon beim ersten Blick auf diesen Kalender war ich einfach hin und weg. Ist er nicht… fantastisch? Eine großartige Idee?
Fotofreaks, und vor allem Polaroidfreaks, Ihr werdet nicht darum herum kommen, diesen Kalender schnell noch ganz oben auf Eure Weihnachtswunschliste zu setzen.

Sofort fing ich an, zu überlegen, wo ich ihn aufstellen könnte: In der Küche? Ach Moment mal: Da bin ich ja unter der Woche nicht! Im Büro! Oh nein: Da bin ich freitags bis sonntags nicht! Nicht auszudenken: Zu wissen, ich habe diesen tollen Kalender, und drei Tage lang nicht das neue Polaroid sehen können? Ich sag‘ es Euch: Das Leben ist nicht einfach.

Fazit: Ein ganz toller Kalender für alle von Euch, die jeden Tag schnell zu ihm hinlaufen und das Tagespolaroid anschauen können. 24,95 €, die besser nicht angelegt sein könnten – finde ich zumindest!

Lieber Weihnachtsmann, den mag ich. Sowas von. Und liebes Seltmann+Söhne-Verlagsteam, bittebitte legt ihn wieder und wieder auf! Es gibt bestimmt ein Jahr, in dem ich tatsächlich jeden Tag schauen kann, welches spannende Polaroid Ihr mir heute ausgesucht habt….

{Photos: Nr. 1 Ashley Russel, Nr. 2 Seltmann+Söhne, Nr. 3 Steph Parke, Nr. 4 Nora Fehr}

Es ist soweit. Beziehungsweise, am Freitag war es so weit. Ich bin 30 geworden, und meine 30 before 30-Liste hat zu ihrem natürlichen Ende gefunden. Ich habe nicht alles geschafft, aber, mal ehrlich, so hatte ich mir das mit der Liste auch nicht vorgestellt. Denn, wie ich schon befürchtend gefragt wurde: Nein, ich glaube nicht, dass mit 30 das Leben vorbei ist. Ich werde natürlich weiterhin Dinge machen, auf die ich Lust habe, Dinge, die außergewöhnlich sind – und Dinge, die ganz alltäglich sind.

Die Liste habe ich als Möglichkeit gesehen, eine Sammlung aufzustellen von Dingen, auf die ich Lust habe. Dinge, die ich gerne (nochmal) tun möchte. Die meisten Punkte, die darauf stehen, habe ich auch vorher auch schon gemacht, weil ich sie gerne tue. Und einige Dinge habe ich nicht darauf geschrieben, weil ich wusste, dass ich sie vor 30 nicht mehr schaffe. Aber sie bleiben mir ja für jetzt erhalten, und ich kann mich weiter darauf freuen! Zum Beispiel, irgendwann (vielleicht nächstes Jahr?) einmal nach Guca zum Balkan Brass Band Festival zu fahren… Wer das nicht kennt, dem sei diese Doku empfohlen. Für die Romantiker: Diese Romeo-und-Julia-Adaption:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=8tLv1HrDfFI]

Ich bin noch nie gesurft! Weiß aber schon, welche Dame mir da weiterhelfen kann. Und ich habe noch nie…. Es gibt so viel, das ich noch nie gemacht habe. Diese Dinge tauchen bewusst nicht auf der Liste auf. Ich mache sie einfach dann, wenn die Zeit dafür ist. So.

Dennoch hat die Liste mir viel Spaß gemacht. Sie hat mich darauf hingewiesen: Verschenk doch mal Bücher! Schreib doch mal wildfremden Menschen Postkarten! Und gib Yogaunterricht. Koch mal wieder etwas, das Du noch nie gekocht hast! Das funktioniert. Wirklich. Jeder sollte eine solche Liste haben. Sie muss ja nicht 30 before 30 heißen. Sie kann auch heißen: Zeit für mich/fürs Wichtige, Mach JETZT das Besondere. Oder wie auch immer sie für Dich heißen sollte…

Also, schreibt Eure Liste. Jetzt. Macht die Dinge, die Euch Spaß machen, egal ob mit 15, 30, 57 oder 88. Jetzt. Und bewahrt Euch ein paar auf – zum drauf freuen…

Irgendwie habe ich eine Glückssträhne momentan. Nicht nur habe ich wieder mal etwas Wunderbares gewonnen (Danke, liebe Mano, ich freu mich auf die Post!), sondern auch noch von einem freundlichen Menschen ein fantastisches Geschenk bekommen – oder so ähnlich.

Neulich war ich mit meiner Mama in einer Second-Hand-Bücherstube, die in unserem kleinen Ort jeden Donnerstag offen hat. Wenn ich dann donnerstags mal da sein sollte, nutze ich gleich die Gelegenheit und verschwinde für ein halbes oder Stündchen dorthin. Bei Büchern bin ich ja manisch. Liegt offenbar im Blut, das Haus meiner Eltern im kleinen Heidedorf ist voll von alten und neuen Büchern. Finde ich sehr gemütlich.

Zurück in die Bücherstube: Meine Mama und ich stöberten und kamen mit der Dame ins Gespräch, die dort immer die Bücher verkauft, klassische Musik hört, Bücher bei Amazon einstellt und natürlich immer für ein Schwätzchen zu haben ist. Sie merkte schnell, dass ich schön gemachte, alte Bücher mag, und dass ich noch Frakturschrift lesen kann (ich wünschte, auch Sütterlin, aber da sehe ich nur Schleifen und Schnörkel). Dass ich „Leberecht Hühnchen“ von Heinrich Seidel und „Der kleine Grenzverkehr“ von Erich Kästner sowie ein Gedichtbändchen von Rilke in schönen Ausgaben auf meinen Stapel legte, erfreute sichtlich ihr Herz.

Irgendwann schob sie mir dann ein Buch hin: „Schauen Sie sich doch mal das an, wäre das nicht was für Sie?“ Ich schaute, selbstverständlich. Und sah: Ein altes, sehr abgegriffenes Kinderbuch mit der Abbildung eines traurigen, langnasigen Zwerges auf dem Titelbild. Offenbar schon recht alt. Innen hielt es wunderbare, aber sehr unheimliche, teilweise düstere Illustrationen für mich bereit. Die Frau sagte: „Vielleicht kennen Sie den Illustrator: Er war für Jahrzehnte der beliebteste Kinderbuchillustrator Deutschlands. Sein Name ist Ernst Kutzer.“ Ich kannte den Namen nicht, erkannte aber den Zeichnungsstil wieder. Unentschlossen blätterte ich etwas. Die Bilder waren mir zu düster, aber auch wunderschön.

Um es kurz zu machen: Ich habe es mitgenommen. Mitsamt den sechs anderen Büchern, die ich ausgesucht hatte. Die Dame freute sich so über meine Auswahl, dass sie mir partout nicht mehr als 10 Euro für alle sieben Bücher abnehmen wollte. Abends zeigte ich diese Merkwürdigkeit in Ruhe meinen Eltern und unseren bosnischen Freunden, die zu Besuch waren. Wir freuten uns über die Verse und die schlichte Moral der Geschichte – man kann es auch „Drohen mit zauberisch-schlimmen Konsequenzen, wenn Du nicht brav bist, Kindchen!“ nennen. Wer möchte schon in einen Zwerg mit langer Triefnase verwandelt werden? Da wir nicht rausfinden konnten, wie alt das Buch war, habe ich spätabends noch im Internet nachgeschaut. Und konnte meinen Augen nicht trauen. Die Dame in der Bücherstube hat mir eine absolute Kinderbuchrarität quasi geschenkt. „Der Puppenzwerg“ wird für Höchstpreise gehandelt. Wenn man das Buch denn überhaupt findet. In meiner Ausgabe sind zwar einige der Innenblätter lose, und eins ist angerissen, es ist aber dennoch wertvoll. Nicht, dass ich vorhätte, es zu verkaufen. Kinderbücher liebe ich nämlich sehr. Und diese Geschichte ist doch noch viel wertvoller als das Buch an sich…

Lang ist es her… Es wird Zeit mal zu schauen, was ich so alles getrieben habe.

Yoga unterrichtet. Wieder und wieder und wieder.

An einer nicht genehmigten Party teilnehmen. First May Reggae Movement. Viele Freunde, gute Musik, leckeres Essen, gutes Wetter – was will man mehr?

Die Wanderwoche ist auch voll geworden: Im Sauerland 3 Tage bergauf, bergab getrabt. Kinderwagen getragen und Zecken entfernt. Schön wars…

Röcke getragen. Mehrfach…

Neue Rezepte: Ja, auch. Frau Horstmanns wahnsinnig leckeres Tortano. Dazu mit Ziegenfrischkäse und Kräutern gefüllte Hähnchenbrust aus diesem wunderbaren Kochbuch. Gemischtes Frühlingsgemüse aus demselben Kochbuch. Das wären immerhin schonmal drei. Nicht so einfach, ich variiere immer ein paar Rezepte, die ich sehr gerne mag.

Anja von Halbe Sachen hat mir noch ein paar tolle Vorschläge für die 30 before 30-Liste geschickt. Lieben Dank dafür! Neu dazu kommen also:

einen botanischen Garten besuchen
säen und ernten
etwas basteln, das schwimmt
etwas basteln, das fliegt

OK, ich gebe zu, „säen und ernten“ ist in meinem Fall etwas gemogelt, weil ich das sowieso dauernd mache (also: check!). Aber es gehört trotzdem auf die Liste. „Pilze suchen und finden“ hätte ich gerne auf die Liste genommen. Aber mein Geburtstag ist etwas zu früh – das wäre eine vergebliche Suche… Aber vielleicht springt mir im Wald ja mal ein Pfifferling oder auf der Wiese ein Champignon über den Weg, die gibts ja schon.

Den aktuellen Stand meiner Liste gibts hier zu sehen. Über einige der anderen Dinge sollte ich mir langsam mal mehr Gedanken machen… Et wird Zeit!

Ich bin etwas spät dran. Dieser Beitrag sollte schon am Samstag online sein – besser spät als nie! Ich habe so viele Dinge ’nicht online‘ getan, da ist das Bloggen, zum Beispiel das Sonntagssüß, in den Hintergrund geraten… Ich habs genossen! Dafür hab ich diese Woche ein paar wirklich tolle Dinge für Euch – man darf gespannt sein…

Aber, um darauf zurück zu kommen: Ich bin spät dran. Letzte Woche haben alle ihren Tascheninhalt gezeigt – beispielsweise Steffi von Ohhh Mhhh oder  Fräulein Text. Caro von retro meets vintage schon vor längerer Zeit. Diesen Genuss wollte ich Euch doch auch nicht verwehren! Hier also meine samstägliche Tasche:

Unspektakulär, find ich. Bis vielleicht auf das Päckchen Oregano-Samen. Die ich Samstag noch eingesät habe, endlich. Dazu mein Uralt-Telefon. Beim samstäglichen Kaffee auf dem Markt outete sich eine Bekannte – wir haben exakt das gleiche! Ich bin also nicht allein mit meinem Knochen. Die Geldbörse schenkte der Liebste mir letztes Jahr zu Weihnachten – sie ist von Fossil und ich habe sie tief ins Herz geschlossen. Das Interessanteste, wie ich finde: Der noch unentwickelte Film mit den Fotos für A Million Little Pictures (mehr darüber könnt Ihr hier und hier lesen). Ich habe sie noch Samstag entwickelt. Und einige sind sehrsehr schön geworden!!! Ich scanne sie heute ein und teile sie in kleinen Häppchen die nächste Zeit mit Euch.