Tag

Garten

Ich hatte es ja schon erwähnt: Mit ungefähr 100 anderen Menschen gründe ich gerade eine Solidarische Landwirtschaft. Diesen Sonntag findet die Gründungssitzung für unsere Genossenschaft statt. Ich bin wahnsinnig aufgeregt!!!

Was ist überhaupt eine Solidarische Landwirtschaft? Warum machen wir das?

Solidarische Landwirtschaft bedeutet: Dass die Grenzen zwischen Produzenten und Konsumenten fallen. Das Risiko für den Anbau wird zwischen allen geteilt, indem im Vorhinein (z.B. monatlich) ein fester Betrag für die Landwirtschaft gezahlt wird. Darin enthalten sind alle Kosten, geteilt durch die Anzahl derer, die sich hinterher die Ernte teilen. Der Landwirt trägt nicht mehr alleine das Ernterisiko. Die Verbraucher haben vollständige Transparenz über Anbau und Transport ihres Gemüses und können teilweise selbst mit anpacken. Manchmal werden alte Sorten angebaut, die wunderbar riechen und schmecken – für den Handel aber nicht geeignet sind, weil sie nicht lager- und transportfähig sind.

Das erste Mal gehört von diesem Prinzip habe ich im Sommer 2014 – und war sofort Feuer und Flamme! Mal in der Schrot&Korn etwas gelesen, dann einen Beitrag auf Deutschlandfunk gehört. Es hat mich nicht mehr losgelassen. Ich wollte das auch. In meiner Kindheit und Jugend haben wir unser eigenes Gemüse angebaut, uns im Sommer fast ausschließlich davon ernährt. Ich habe das seitdem vermisst – so sehr! Die Frische, die Gerüche, den Geschmack. Ein Erlebnis, nicht vergleichbar mit jedem gekauften Gemüse – und sei es aus dem Bioladen. Und: Ich möchte, dass mein Sohn das auch erleben kann. Dass er lernt, woher seine Nahrung kommt. Auch wenn wir in der Stadt wohnen.

Porträt mit Zucchini
Porträt mit Zucchini (Foto: Solidarische Landwirtschaft Vauß-Hof eG)

Auch das Buddeln und Unkraut jäten habe ich vermisst. Das Tun mit den Händen. Um später das in ihnen halten zu können, was wir essen. Ich bin aber realistisch genug, zu wissen: Selbst, ganz allein mein Gemüse anzubauen, im Alltag zwischen Arbeit und Familie – das schaffe ich einfach nicht. Die Solidarische Landwirtschaft leuchtete mir sofort als mögliche Lösung für all dies ein.

Solidarische Landwirtschaft

Das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft erklärt das Anbauprinzip sehr detailiert

Also habe ich mit meinen Freunden Anja und Marius vom Vaußhof gesprochen und sie gefragt, ob sie sich vorstellen können, so ein Projekt mit mir zusammen zu wagen.

Nach anfänglicher Bedenken – die ich wirklich sehr gut verstehen kann, das ganze ist ein Riesenprojekt! – sind wir im Herbst 2014 zu Anjas Freund Elmar gefahren, auf dessen Lernbauernhof die Solawi Kümper Heide in Dortmund ihren Anbau betreibt. Es war November. Es war kalt und ungemütlich. Wir waren fünf Minuten auf dem Feld und man konnte nichts sehen. Aber: Elmar hat uns zwei Stunden lang Excel-Tabellen gezeigt. Mit Berechnungen, die in der kurzen Zeit nciht zu verstehen waren. Er hat erzählt und erzählt, und die Begeisterung ließ die Worte nur so sprudeln. Danke, lieber Elmar, dass Du Dir diese Zeit für uns genommen hast.

Auf der Rückfahrt gab es erstmal langes Schweigen. Wir waren ziemlich überwältigt, aber irgendwie war klar: Wir versuchen das. Gemeinsam haben wir dann beschlossen: Wenn wir 40 Leute finden, die das mittragen, dann versuchen wir es.

Im Februar 2015 gab es einen ersten Infotermin, zu dem wir über die Presse eingeladen haben. Bis auf das Lokalradio war das Medieninteresse zunächst mehr als verhalten. Als der Termin dann heranrückte, waren wir wirklich sehr aufgeregt. Interessiert das wirklich jemanden? Wie viele Leute würden kommen? Viele unserer Freunde waren skeptisch. Häufigstes Argument: Ihr lebt in so einer kleinen Stadt mit so viel Land drum herum – wer da eigenes Gemüse haben möchte, baut das selber an. Ich habe das von Anfang an bezweifelt. Und: Schon die erste Informationsveranstaltung hat es widerlegt. Es kamen weit über 100 Leute, von denen wir fast niemanden persönlich kannten. Wir waren wirklich überwältigt!

Kartoffeln sortieren
Sechs Tonnen Kartoffeln wollen sortiert werden (Foto: Solidarische Landwirtschaft Vauß-Hof eG)

So nahm dann alles seinen Lauf. Wir haben im letzen Jahr bereits ohne großen Plan Zucchini und Kartoffeln angebaut. Und jetzt, nur ein Jahr später, stehen wir kurz vor der Gründung der ersten gemeinnützigen Genossenschaft im Zuständigkeitsbereich des Finanzamtes Paderborn. In diesem Jahr ist wahnsinnig viel passiert. Es wurde so viel Arbeit geleistet, in verschiedenen Arbeitsgruppen, an Aktionstagen. Die ganze Sache hat so viel Fahrt aufgenommen, dass ich es oft nicht glauben kann. So viele Menschen engagieren sich mit so viel Herzblut!

Ich werde weiter berichten, in einer eigenen Kategorie: Du erntest, was Du säst. Über das, was schon passiert ist, und das, was da noch kommen wird. Ich halte Euch über unsere Anbau(miss-?)erfolge auf dem Laufenden. Darüber, was es an Gemüse gibt. Wenn sich jemand bereiterklärt, stelle Euch einige Personen vor, die dabei sind. Und, wenn ich es schaffe: Teile ich alltagstaugliche Rezepte mit Euch, die sich mit regionalen, saisonalen Zutaten umsetzen lassen. Wie sehr ich mich darauf freue – das glaubt Ihr gar nicht!!!

Wer sich kurz mit einem Video informieren möchte, wie das Ganze funktioniert, wird auch beim Netzwerk Solidarische Landwirtschaft fündig:

 

Grüne Ernte

Danke, Ihr Erbsenpflanzen, dass Ihr mir eine ganz Schüssel voller Schoten geschenkt habt. Ich habe Euch kläglich vernachlässigt. Niemand hat Euch gegossen, niemand hat rund um Eure Wurzeln die Erde aufgelockert, niemand hat Euch hochgesteckt. Und dennoch habt Ihr so reich getragen – was für eine wunderbare Überraschung heute!
Danke, liebe Melisse, dass Du so groß geworden bist. Jedes Wochenende wieder mache ich mir frischen Tee aus Deinen Blättern – und nie scheinen sie weniger zu werden. Bist Du vielleicht entfernt mit dem fleißigen Lieschen verwandt? Danke, dass ich immer zu Dir kommen kann, und immer schenkst Du mir Wohlgeschmack, Duft und Beruhigung.

Danke, Garten, dass Du die schändliche Vernachlässigung so lässig nimmst! Dass alles so duftet, üppig wächst und gedeiht. Dass ich Sträuße pflücken und auf dem Gras frühstücken kann. Und wenn wieder mehr Zeit ist, bin ich auch wieder da und buddle, hacke und pflege Dich. Das scheinst Du aber ja schon zu wissen!

Ein kleiner Strauß aus dem Garten, verschenkt ans liebe Geburtstagskind. Der Garten ist so üppig und bunt. Dass es ein feuchtes Frühjahr war, ist für die Pflanzen so nötig. Die gelben Kletterrosen blühen, der Lavendel… Besonders abends duftet der Garten, in jeder Ecke anders: Holunder, Rose, Rosmarin und Oregano…

Die Natur ist so verschwenderisch und üppig: Überall entfalten sich Knospen zu Blüten. Blüten strahlen vor Schönheit, welken und vergehen. An einer anderen Ecke wartet die nächste Schönheit, die nächste Überraschung. Augen offen halten und schauen, was passiert. Wie sehr ich das mag!

Wenig Zeit zum Bloggen. Drei Wochen Stille. Viel passiert momentan „außerhalb des Internets“. Eine Weile wird das noch so gehen. Aber leer bleiben wird es deswegen hier nicht. Mit geringerer Frequenz werde ich schreiben – aber regelmäßig.

Für die Fotos: Eine Zwischenlösung gefunden. Ich kann wieder etwas hochladen! Deswegen, endlich: Mehr Grün im Leben…

Grün, immer wieder grün. Pflanzen, Garten, beim Wachsen beobachten. Ein wiederkehrendes Thema. Es schwingt immer mit, im Leben, ein bisschen auch hier auf dem Blog. Vernachlässigt dieses Jahr, hier, online.

Entdeckt und gemocht: Die Küchengärten Limmer in Hannover. Ich werde sie besuchen, dieses Jahr, mit offenem Auge und Kamera. Die Entwicklung der Gärten, wie die Pflanzen wachsen, sich alles verändert, gibt es dann hier zu sehen.

Dicke Bohnen in der Kiste

Gärtnern in der Stadt. Schwierig, wenn man keinen Balkon hat. Schwierig, wenn man nicht in einen Schrebergarten kann oder möchte. Schwierig, wenn es keine geeigneten Flächen gibt. Überall in Deutschlang schießen momentan Urban Gardening-Initiativen nach dem Vorbild der Prinzessinnen-Gärten aus dem Boden: Mobiles Gärtnern, in Kaffeesäcken und Kisten, auf Paletten angeordnet. Wenn der Ort gewechselt werden muss, ist das möglich. Außerdem: Machbar für Menschen, die nicht lange stehen können oder im Rollstuhl sitzen.

In den KüGäLi, wie sie genannt werden, sind ungefähr 30 Gärtner aktiv. Gestalten einen kleinen Bereich mit, helfen sich gegenseitig. Francisco, der bei der Initiative angestellt ist, weiß viel zu erzählen, zeigt hier und dort Besonderes. Das Wasser, das die Initiative zum Gießen benötigt, holt er täglich vom nahen Kanal. Eine große Tonne füllt er, Kanne für Kanne, wieder und wieder. Wie viele Gießkannen das wohl sind? 60 täglich, schätzt er. Mindestens. Eher mehr. Spaß macht es ihm, das sieht man, wie er dort sitzt, in die Sonne blinzelt und sich zufrieden zwischen den Paletten umsieht.

 

Mit Tomaten gab es großen Erfolg im letzten Jahr, erzählt Melanie. Chilis und Auberginen wuchsen auch gut. Der Asphalt, ergänzt Francisco, bleibt unter den Paletten auch noch warm, wenn die Sonne weg ist – nachts und wenn es regnet. Das hilft Pflanzen, die es sonst in unseren Breiten schwer haben. Was wohl dieses Jahr gut kommen wird? Ich bin gespannt…

Momentan ist das Gärtnerische ein wenig auf Eis gelegt. Der Grund: Der Garten muss bald wieder umziehen. Wann genau, ist unklar. Die neue Fläche wird begutachtet und gereinigt. Alle warten darauf, die Paletten umziehen zu können. Was dann genau wachsen wird? Beim nächsten Besuch weiß ich bestimmt schon mehr.

Ostern 2012

Wie schön ist es eigentlich, nichts vor zu haben? Ein paar Tage einfach die Seele baumeln lassen. Spazieren gehen, reden über Herzbewegendes und Nichtiges. Albern sein. Ausschlafen. Ganz viel kochen und essen – nichts Kompliziertes, aber dafür Leckerstes. Neue Gaumen-Lieblinge für die Evergreen-Liste: Eingelegte rote Zwiebeln zu diesem Bohnensalat. Nichts könnte besser schmecken! Freunde zu Besuch haben. Lachen bis zur Heiserkeit. Osterfrühstück mit Rührei – und dem ersten Schnittlauch aus dem Garten. Gibt es Schnittlauch, der besser schmeckt? Natürlich nicht, wer hätte es gedacht. Filme und Serie anschauen, anstrengende und einfach unterhaltsame, mit schnurrender Katze auf dem Bauch. Ganz viel lesen. Einen heiß geliebten Klassiker wieder entdecken. Vom Liebsten Johannisbeer-Streuselkuchen gebacken bekommen. Über den Regen freuen. Hoffen, dass es mehr werden wird. Im Garten in der Sonne sitzen. Sogar etwas Unkraut jäten und rumpüddeln! Eines meiner Lieblingsworte, wusstet Ihr das schon?

Ich hoffe, Ihr hattet und habt auch ganz wunderbare Feiertage und genießt die freie Zeit.

Feiertagsgrüße und bis bald…

Wer sich fragt, was idlen heißt – hat keinen Gamer-Freund und wird hier informiert.

Es hat mich schon längst in den Fingern gejuckt. Und heute schaffe ich es endlich, bei Steffis und Okkas Foto-Frage-Freitag mit zu machen… Wie das geht? Einfach die Fragen der beiden mit Fotos beantworten, ganz klar! Macht Ihr auch mit?

1. Was bringt Dich zum Lächeln?

Der verrückte Kater

2. Ein Erbstück?

Ring

3. Wie fühlst Du Dich heute?

Säen

4. Dein Lieblingseinkauf des Monats?

Wachteleier

5. Deine Bücher?

Gartenbuch

Mehr Antworten zeigt Euch Mr. Linky!

Wenn ich so zurück blicke: Wahnsinn, was alles so passiert ist, und über was ich alles gebloggt habe! Seit April letzten Jahres können wir den Garten am Haus nutzen. Immer wieder war er Thema, gerne mit Pflanzenfotos.

Die Initiative Sonntagssüß ist auch ein langer Begleiter von Kompromisslos toll. Am 20. März gab es American Pancakes als erstes Sonntagssüß. Und seitdem wieder und wieder – wenn auch nicht jedes Wochenende. Aber sie hat dazu geführt, dass ich auf jeden Fall wieder mehr gebacken habe, tolle Inspirationen bei anderen fand – und einfach viel Spaß dabei hatte! Vielen Dank an dieser Stelle an Katrin, Julie und Nina!

Besonders Spaß gemacht haben mir die Aktionen rund um 30 before 30 – auch wenn ich es dann letztendlich nicht „geschafft“ habe, alles auszuprobieren. Aber seien wir mal ehrlich: Darum ging es dabei ja auch gar nicht!

Ich habe viele Sachen selbst gemacht und gebastelt. Das Regal im Wohnzimmer gelb gestrichen. Einen Beistelltisch aus einem Holzklotz geschliffen (Schweißarbeit!). Seife gemacht. Leckeres gekocht und neue Kochbücher entdeckt. Leider viel zu wenig von all den zubereiteten Leckereien mit Euch hier geteilt. Was nicht daran liegt, dass es so wenig Inspirierendes gab. Allerdings bin ich ganz schlecht darin, Essen zu fotografieren. Meinen Hut ziehe ich vor all denen, die das gut können…

Wunderbare Dinge für die Wohnung und Merkwürdige Tierchen auf Flohmärkten entdeckt.

So viel mehr gab es im letzten Jahr… Aber in diesem Rückblick soll es ja um eine Art Zusammenfassung gehen! Schaut selbst, stöbert etwas in den älteren Artikeln. Es gibt so vieles (wieder-) zu entdecken. Schön war das Jahr mit Euch!

Nein? Dann auf nach Paderborn! Am 3. und 4. September öffnen 16 Paderborner Privatgärten ihre Pforten. Und nicht nur wunderbare Septembergärten kann man bewundern. 29 Künstler präsentieren in den Gärten ihre Werke. Heute gibts hier schonmal ein paar Einblicke in die Gärten… Sieht verheißungsvoll aus, oder?

Ich freue mich schon auf viele interessante Pflanzen und spannende Einblicke in schöne Gärten. In anderer Leute Gärten gucken? Toll! Mit ihnen über Gartenthemen tratschen, vielleicht noch den einen oder anderen Tipp bekommen, wo man welche Pflanzen bekommt?  Noch besser. Lokale Künstler treffen und ihre Werke an überraschenden Stellen in den Gärten entdecken? Und das alles auf einmal? Klingt nach einer ziemlich perfekten Wochenendbeschäftigung für mich – wenn denn das Wetter mitspielt. Also: Daumen drücken! Und auf nach Paderborn…

Mehr Informationen und einen Lageplan der Gärten bieten die Kunst trifft Garten-Hompage oder der Infoflyer.

{alle Fotos: Kunst trifft Garten}

Mal wieder ein Einblick in meinen Garten – mit Nahaufnahmen meiner neuen Kamera. Das Rumprobieren macht wirklich Spaß.

Ich hab einfach nur drauflos geknipst und nicht gezählt, darum also heute leider nur neun Bilder von mir… Ich hoffe, sie gefallen Euch! Welche Blumen habt Ihr auf Eurem Balkon und in Eurem Garten? Ich hätte so gerne Fuchsien, finde aber keine mehr in den Läden. Herbstsortiment weit und breit,  es ist wohl zu spät im Jahr – jedenfalls aus Gartenmarktsicht. Schickt mir jemand ganz Liebes Ableger?

 

 

Habt Ihr schon das Gatherings Magazine entdeckt? Am 1. Juli ist die erste Ausgabe erschienen.

Es macht so viel Spaß, darin zu blättern, und all die schönen Ideen rund um Einrichtung und Sommer anzuschauen, die Heather Spriggs und ihre Mitstreiter in liebevoller Kleinarbeit gesammelt haben. Ist dieses rot-türkise Zimmer nicht einfach fantastisch?

Kleine DIY-Projekte, Garten- und Dekoideen mit vielen vielen Pfingstrosen.

Besonders wunderbar finde ich den Artikel über love, Daniella und ihre wunderbaren Designs…

Liebevoll gestaltete Fotos runden dieses wunderbare Mag ab. All das hinterlegt mit einem romantischen Vintage-Touch, der mich sehr begeistert! Schaut es Euch an!

{all images: Gatherings Magazine}