Tag

Kuchen

Möhrenkuchen muss durchziehen – am Besten ein bis zwei Tage. Weswegen ich den für die große Sause am Wochenende gestern Abend schon in den Ofen geschoben habe. Gibt es einen besseren Zeitpunkt, über „cake lovers united – Bielefeld ißt schön“ zu schreiben? Ich glaube nicht…

Einreichungen für den Wettbewerb

Unter dem Motto „For the Sake of Cake“ findet nämlich am Samstag, um 17.30 Uhr im Verve in Bielefeld der zweite Wettbewerb für Ofenzaubereien statt. Und ich kann nicht dabei sein! Da muss ich nächstes Mal ganz klar besser aufpassen, mir den Tag im Kalender anstreichen und drei Tage vorher nur schmalste Kost zu mir nehmen… Denn alle Einreichungen können selbstverständlich auch probiert werden. Was für eine wilde Schlemmerei das sein muss – die Bilder von letztem Jahr versprechen einiges!

Teilnehmerinnen des Wettbewerbs

Eine elfköpfige Jury (oh wie gerne wäre ich eine dieser Glücklichen!) wird gewissenhaft alle mitgebrachten Kuchen nach streng wissenschaftlichen und lukullischen Kriterien beurteilen. Bewertet werden Haptik (wie fühlt sich der Kuchen an), Optik (was bietet er dem Auge), Gustatorik (wie verzaubert er den Gaumen), Olfaktorik (wie viel betörenden Olf – der Einheit für die Geruchsintensität – versprüht er) und Onomastik (hat er einen wohlklingenden Namen). Es gibt für verschiedenste Preiskategorien jede Menge Preise zu gewinnen, wie zum Beispiel Kinokarten oder ein Weingutschein.

Joco

Das Kuchenevent wird versüßt durch eine Aftershowparty mit der DJ Legende Klaus Fiehe  (1LIVE/ByteFM) und dem DJ‐Team Tiger! Dance! Collective, einer Soul‐Groove‐Session, dem  Bielefelder Singer‐Songwriter Duo Nina Janus & Fabian und der Münsteraner Band JOCO. Der JOCO‐Sound ist geprägt von Klavier und zweistimmigem Gesang. Die Stimmen der Schwestern Cosima und Josepha tanzen in überraschenden Melodien umeinander. Gemeinsam mit ihrer Band formen sie einen atmenden Sound aus Popmusik mit nordischem Charme und jazzigen Klängen.

Am 14.7. feiert das Verve zudem zwei‐jähriges Bestehen. Wenn das nicht jede Menge Gründe sind, am Samstag nach Bielefeld zu fahren, dann weiß ich auch nicht…

{Fotos 1 und 2: Mirko Heilmann, Foto 3: Joco}

Nachdem ich letzte Woche Jeanny von Zucker, Zimt und Liebe im Interview hatte, gibts schon wieder süße Neuigkeiten, und sie hat auch was damit zu tun: Clara von tastesheriff, Jeanny und Rike von lykkelig haben nämlich kürzlich “Post aus meiner Küche” ins Leben gerufen. Eine Idee, die Köstliches teilt und Menschen verbindet.
Das ganze funktioniert so: Alle zwei Monate geben sie auf der “Post aus meiner Küche”  Seite ein kulinarisches Thema bekannt. Jeder, der Lust hat, meldet sich per Mail an und erhält innerhalb von einer Woche einen Tauschpartner. Dann geht’s ab in die Küche: Kocht, backt, rührt, tranchiert, flambiert und verziert was das Zeug hält, macht ein Foto von den Köstlichkeiten und schickt es hübsch verpackt an euren Tauschpartner. Wer Lust hat, postet das Selbstgemachte auf seinem eigenen Blog. Wer keinen Blog hat, schickt den Dreien einfach das Bild und sie veröffentlichen es auf dem Blog. Damit jeder die Küchenpost bestaunen kann, werden am Ende alle Bilder bei Pinterest gesammelt.

Ehrlich. Das ist eine so schöne Idee. Etwas ganz Überraschendes Süßes von einer unbekannten Person mit der Post bekommen, vielleicht hübsch verpackt, mit ein paar lieben Worten… Ob meine kuchenverrückten Kollegen das schon wissen? Ich werds gleich mal ausplaudern! Werdet Ihr denn mitmachen?

Die erste Schokoladige Post aus meiner Küche startet nämlich schon in der Woche ab dem 23. April! Ich bin auf jeden Fall dabei! Ihr auch? Bis morgen könnt Ihr Euch noch schnellschnell anmelden. Jetzt bleibt nur noch eine Frage: Was gebe ich nur denn nur Schokoladiges in die Post…?
Folgen könnt Ihr der süßen Post auch bei  FacebookTwitter und natürlich bei Pinterest.

Der Geschmack von einem Bissen Schwarzbrot. Walnuß, Apfel…. Aromen und Düfte. Ist das für Euch wichtig? Für mich sind diese Dinge wichtig, und ich achte ganz genau darauf. Seit ich mehr oder weniger regelmäßig bei der Initiative Sonntagssüß mitbacke, sind für mich süße Aromen wichtiger geworden. Eigentlich ist mir Salziges, Herzhaftes immer wichtiger gewesen. Aber es gibt auch so viel Süßes zu entdecken!
Viel dazu beigetragen, dass ich die Begeisterung fürs Backen von Süßem und Salzigem wieder entdeckt habe, hat Jeanny mit ihrem wunderbaren Blog Zucker, Zimt und Liebe, den sie mit ihrem ganz eigenen, frischen Stil, tollen Rezepten und wunderschönen, hellen Fotos zu etwas ganz Einzigartigem macht. Ich hatte einige Fragen an sie, die wir zu einem kleinen Interview zusammen gestellt haben und heute mit Euch teilen möchten. Viel Spaß damit…

WordPress möchte heute nicht. Speziell möchte es meine Umbrüche nicht formatieren. Bitte entschuldigt, dass der Beitrag so zusammen gestaucht ist – das war nicht mein Plan….

Marlene: Wie ist Deine erste Erinnerung ans Backen?
Jeanny: Heimlich Streusel naschen, mit denen meine Mutter wohl gerne auf ihren Superfamous Stachelbeer-Streusel-Kuchen belegt hätte. Mein großer Bruder Thomas und ich waren sehr heiß auf Streusel und haben uns dann heimlich abends in der Küche Streusel aus Butter, Mehl und Zucker gemacht. Überhaupt ist die Kindheitserinnerung an Backen sehr eng mit Naschen verknüpft. Ich erinnere mich hauptsächlich an Schüsselauslecken. Oops!
Marlene: Welches Gebäck magst Du so gar nicht, und warum?
Jeanny: Bitte keine Rosinen für mich. Und auch keine Sahnetorte die man aus Cafès kennt, in denen Omis mit Pudelchen auf dem Schoss sitzen und Schwarzwälder Sahnetorte essen. Ansonsten liebe ich sie alle: Cookies, Kuchen, Cupcakes, Muffins, Tartes, Brownies, Blondies, Käsekuchen…
Marlene: Was ist Deine liebste Backzutat?
Jeanny: Überrascht es, wenn ich sage: Zimt? Nein? Gut. Und das auch an Nicht-Weihnachten, denn ich finde, Zimt gibt vielen Dingen noch einen kleinen Twist. Oder Muskat und Ingwer, was viele erst mal stutzig werden lässt.
Marlene: Was war das erste, das Du mit dem kleinen Henri zusammen in der Küche gemacht hast? Was macht er inzwischen am Liebsten beim Kochen und Backen?
Jeanny: Henris erster Kücheneinsatz: Schokolade mit einem Kinderhammer zertrümmern, damit daraus Brownies werden konnten. Das hat ihm natürlich sehr viel Spaß gemacht und Backen war fortan mit positiven Erinnerungen behaftet. Er hilft so gerne, daß er manchmal sauer ist, wenn ich vormittags gebacken habe und er  während er im Kindergarten war nicht mithelfen konnte. Er siebt Mehl (gerne auch zehnmal), halbiert Erdbeeren, schält Möhren und knetet für sein Leben gerne Hefeteig.
Er hat das einmal in unserer Familien-Stammpizzeria gesehen und macht das mittlerweile wie ein Profi (man darf aber nicht lachen, das ist serious business!).
Marlene: Was war Dein größtes Back-Desaster, und wie ist das ausgegangen?
Jeanny: Das größte Backdesaster war, daß ich einen Brownie gebacken habe, der mir dann aus der Hand glitt und kopfüber in eine Getränkekiste fiel. Das sah nicht schön aus und war eine ganz schöne Schweinerei, wir haben aber sehr gelacht. Ich habe auch schon Karamell anbrennen lassen, weil mein Induktions-Raketen-Herd Nasageschwindigkeiten im Aufheizen erreicht und die Milch kocht mir auch schon mal über, weil ich gleichzeitig versuche, zehn andere Dinge zu machen.
Marlene: Zeigst Du uns Deine liebsten Accessoires, mit denen Du Gebackenes präsentierst?
Jeanny: Mein Buffetschrank quillt über vor Tellern, Tortenplatten in allen Größen, Formen und Farben, alten Holzschneidebrettern, Kuchengittern und Besteck. Von Oma, Flohmärkten, aus Urlauben und Internetschnäppchen.

… gabs als heutiges Sonntagssüß.

Dazu leckeren Cappuccino mit extraviel Milchschaum…

Was es sonst noch so gab, ist hier zu sehen.

 

Ich gehe dann mal wieder in den Garten…

Danke, Fräulein Text, für den Rezeptvorschlag für das heutige Sonntagssüß. Beziehungsweise gestrige: Ein Blech Ribiselkuchen mit Baiser war auf der gestrigen Geburtstagsparty aber sowas von schnell weg. Und weil auch vorher alles schnellschnell gehen musste – Kuchen aus dem Ofen, rein ins Auto, ab auf die blaue Dachterrasse – auch nur ein schnellesHandyfoto (danke, Simone!). Man sieht: Es hat geschmeckt. Die Kürze der Nacht erkläre die Kürze des Eintrags… Mehr Sonntagssüßes gibts heute bei Julie von mat & mi.

Die Briten haben es einfach drauf. Jedenfalls, wenn es um Crumble geht, unterzeichne ich das ungefragt. Auf das Wesentliche reduziert. Denn ganz ehrlich: Wer braucht den Boden, wenn er Obstbelag und Streusel einfach so haben kann. Man kann es natürlich auch einfach ‚Backen für Faule‘ nennen.

Johannisbeeren, Erdbeeren, Apfel. Schlicht und ergreifend. Wie auch immer, es hat köstlich geschmeckt, das heutige Sonntagssüß. Mehr gibts heute bei lingonsmak.