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Mach mal was!

Es gibt Menschen, die begleiten einen durchs Leben. Manche sind ganz nah und alltäglich dabei. Manche sieht oder spricht man selten – aber wenn, dann ist es wunderbar. Und dann gibt es die seltenen Fälle, wo man jemanden seit Jahren, inzwischen seit Jahrzehnten (oha!) nicht gesehen und auch nicht gesprochen hat – aber die Chemie, die stimmt.

Doro ist für mich so ein Fall. Ich habe in einem früheren Artikel schonmal über sie und ihre wunderschönen Illustrationen geschrieben. Inzwischen ist viel Zeit vergangen, und Doro lässt derweil natürlich nicht einfach den Stift fallen!  Im letzten August ist ihr neues Buch erschienen: Mach mal was! aus dem Mosaikverlag.

Keine leere Aufforderung. Wenn man Doros Buch wirklich benutzt und nur ein paar der wirklich witzigen Dinge tut, die sie vorschlägt – dann ist das Buch innerhalb kürzester Zeit doppelt so dick.

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Ihr seht: Das habe ich noch nicht getan. Mein Exemplar ist noch taufrisch. Kommt aber noch! Ich hab schon viel geschmunzelt und möchte sofort rauslaufen und Regentropfen auf eine der Seiten drücken…

Schon beim Durchblättern fühl ich mich einfach gut aufgehoben in diesem Buch: Mach mal was, und zwar etwas ein bisschen Verrücktes. Genau mein Ding, denn machen ist das, was ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe. Ich glaube, dass ich Doros Buch oft verschenken werde – es rührt Dinge an, die einen trüben Alltag ein kleines bisschen weniger grau werden lassen können. Und wer, frage ich mich, wer kann das nicht brauchen? Danke, Doro, dass Du diese ganzen witzigen, nachdenklichen Dinge mit uns teilst – und uns den gewissen Tritt in den Allerwertesten gibst, damit einfach mal was passiert.

Hinweis: Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Vorfreude auf den Garten am Wochenende. Tomaten pflanzen. Die Hände ganz tief in der Erde versenken. Den dunklen Duft der feuchten Erde einatmen, denn: Es wird regnen. Sich dabei vorstellen, wie die Pflanzen wachsen. Langsam und stetig, ganz geduldig…

Einen tatsächlichen Garten kann ich Euch nicht schenken. Einen gedanklichen schon, und das tue ich gerne…Dazu kann ich Euch die Idee schenken, wie Ihr selbst kleine Gärtchen verschenken könnt.

Mehr dazu in einem kleinen Beitrag von mir im wunderbaren, neuen Sister Magazine auf Seite 48 – hier einige Fotos, die nicht im Heft auftauchen.

Nachdem ich dieses Tutorial bei der wunderbaren Elise Blaha gefunden habe, wusste ich: Das will ich auch machen. So ein wunderbares „Schriftbild“.

Hab ich auch, wie ihr seht. Und ich bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Die schwierigste Entscheidung: Was für ein Text soll überhaupt drauf? Noch schwieriger, da es nicht für mich selbst, sondern ein Geschenk war. Das Gedicht Vergnügungen von Bertold Brecht schwirrte mir schon länger im Kopf herum und wollte bei einem Projekt verwendet werden. Also habe ich es abgewandelt und ergänzt, und da war er, der perfekte Text…

Ich habe die Leinwand nach längerer Überlegung NICHT grundiert. Es hätte noch länger gedauert, außerdem wollte ich die Struktur erhalten. Nach ein paar Schriftübungen auf Schmierblättern: Augen zu und durch! Anfangen, die Schrift aufzu„malen“. Glücklicherweise hatte ich jemanden, der sie mir diktiert hat (danke, Tim!), so dass ich mich auf das Schriftbild konzentrieren konnte. Ich muss Euch allerdings sagen: Man sollte zwischendurch auf auf die Rechtschreibung achten! Ich war so auf das Aussehen der einzelnen Buchstaben fixiert, dass ich an zwei Stellen einfach Buchstaben vergessen habe. Nun ja, macht es, ähem, individueller und sympathischer, oder? Mit relativ flüssiger Farbe einfach drauf los schreiben, bis die Leinwand voll ist…

In einem zweiten Durchgang habe ich die Buchstaben dann noch geschwärzt. Sie sind nicht komplett kompakt geworden, aber ich finde es auch wirklich sehr schön so.

Genauere Infos, wie es geht, findet Ihr im Tutorial von Elise. Überlegt Euch das mit dem Grundieren. Und: Seid nicht perfektionistisch! Gerade die kleinen Eigenheiten machen das Besondere aus…

Seit ich angefangen habe, Blogs zu lesen, und noch viel mehr, seit ich selber hier auf Kompromisslos toll schreibe, finde ich die tollsten Dinge in der weiten Netzwelt. Tutorials oder Anleitungen, tolle Webdesigns, Druckvorlagen für Briefpapier, Geschenkanhänger, Illustratoren oder Textildesigner, die sich mit wunderbaren Ideen selbständig machen – you name it! Heute ist es dringend Zeit, eines dieser tollen Projekte vorzustellen. Letzten Freitag habe ich es ja schon durch das Foto angeteasert.

Katrin von lingonsmak und Julia haben es getan: Sie haben ihren beruflichen Traum wahrgemacht und eine Grafikwerkstatt für Kinder aufgemacht. Ich liebe ihre Druckideen sehr, und was ich auf den Fotos gesehen habe, hat mich einfach begeistert: Wunderschöne, freundliche Räumlichkeiten, um all die tollen Dinge in Kursen an Kinder und Erwachsene weiter zu geben, die sie so nach und nach entwickelt haben und auch noch weiter entwickeln. Garniert wird der Laden durch die wunderbaren Sachen, die man auch in ihrem Onlineshop lilla Lingon käuflich erwerben kann.

Der erste Kurs zum Thema Safari hat schon stattgefunden – sind die Ergebnisse nicht einfach klasse? Ich kann mir so gut vorstellen, wie sie dort zusammen sitzen, um den Tisch laufen und gucken, was die anderen machen… Konzentrierte kleine Gesichter, Lachen, bunte Hände… Und so schöne Ergebnisse für alle Kinder!

Also, ihr Duisburger, Oberhausener, und was da noch alles in der Nähe ist: Schaut Euch das Programm für 2011 an und was an den Adventssamstagen so passiert. Und behaltet lilla Lingon im Auge für zukünftige Veranstaltungen – hoffentlich auch bald für Erwachsene. Ich würde sehr, sehr gerne mal vorbeischauen und an einem Kurs teilnehmen, liebe Katrin. Vielleicht fällt Euch ja auch bald etwas Tolles für uns große Kinder ein? Ich fänds große Klasse! Und wünsche Euch ganz, ganz viel Erfolg mit Eurem tollen Projekt.

{alle Fotos: lilla Lingon}

Manchmal bleiben die Dinge ja einfach mal liegen. Unerledigt und wartend. Bei manchen macht das nichts und man denkt sich: Ach ja, das will ich ja auch nochmal irgendwann fertig machen! Oder: Oh nein, hab ich das immer noch nicht geschafft?

Glücklicherweise gehören die Patchwork-Kissen, die ich im April angefangen habe, zu ersterer Kategorie. Inzwischen ist ein erster Erfolg zu verbuchen: Von den sieben Kissen sind inzwischen drei fertig geworden. Stoffe aus der Restekiste wurden zu wunderbaren Stuhlkissen, die sich toll in unserer Küche machen!

Vier weitere harren noch der Fertigstellung. Das kann aber noch dauern, denn die Stühle in der Küche sind ja jetzt belegt. Auf den Fotos sieht man schon: Die Kissen werden benutzt, so knautschig wie sie sind!

Was macht Ihr momentan so selber?