Tag

süß

Der Geschmack von einem Bissen Schwarzbrot. Walnuß, Apfel…. Aromen und Düfte. Ist das für Euch wichtig? Für mich sind diese Dinge wichtig, und ich achte ganz genau darauf. Seit ich mehr oder weniger regelmäßig bei der Initiative Sonntagssüß mitbacke, sind für mich süße Aromen wichtiger geworden. Eigentlich ist mir Salziges, Herzhaftes immer wichtiger gewesen. Aber es gibt auch so viel Süßes zu entdecken!
Viel dazu beigetragen, dass ich die Begeisterung fürs Backen von Süßem und Salzigem wieder entdeckt habe, hat Jeanny mit ihrem wunderbaren Blog Zucker, Zimt und Liebe, den sie mit ihrem ganz eigenen, frischen Stil, tollen Rezepten und wunderschönen, hellen Fotos zu etwas ganz Einzigartigem macht. Ich hatte einige Fragen an sie, die wir zu einem kleinen Interview zusammen gestellt haben und heute mit Euch teilen möchten. Viel Spaß damit…

WordPress möchte heute nicht. Speziell möchte es meine Umbrüche nicht formatieren. Bitte entschuldigt, dass der Beitrag so zusammen gestaucht ist – das war nicht mein Plan….

Marlene: Wie ist Deine erste Erinnerung ans Backen?
Jeanny: Heimlich Streusel naschen, mit denen meine Mutter wohl gerne auf ihren Superfamous Stachelbeer-Streusel-Kuchen belegt hätte. Mein großer Bruder Thomas und ich waren sehr heiß auf Streusel und haben uns dann heimlich abends in der Küche Streusel aus Butter, Mehl und Zucker gemacht. Überhaupt ist die Kindheitserinnerung an Backen sehr eng mit Naschen verknüpft. Ich erinnere mich hauptsächlich an Schüsselauslecken. Oops!
Marlene: Welches Gebäck magst Du so gar nicht, und warum?
Jeanny: Bitte keine Rosinen für mich. Und auch keine Sahnetorte die man aus Cafès kennt, in denen Omis mit Pudelchen auf dem Schoss sitzen und Schwarzwälder Sahnetorte essen. Ansonsten liebe ich sie alle: Cookies, Kuchen, Cupcakes, Muffins, Tartes, Brownies, Blondies, Käsekuchen…
Marlene: Was ist Deine liebste Backzutat?
Jeanny: Überrascht es, wenn ich sage: Zimt? Nein? Gut. Und das auch an Nicht-Weihnachten, denn ich finde, Zimt gibt vielen Dingen noch einen kleinen Twist. Oder Muskat und Ingwer, was viele erst mal stutzig werden lässt.
Marlene: Was war das erste, das Du mit dem kleinen Henri zusammen in der Küche gemacht hast? Was macht er inzwischen am Liebsten beim Kochen und Backen?
Jeanny: Henris erster Kücheneinsatz: Schokolade mit einem Kinderhammer zertrümmern, damit daraus Brownies werden konnten. Das hat ihm natürlich sehr viel Spaß gemacht und Backen war fortan mit positiven Erinnerungen behaftet. Er hilft so gerne, daß er manchmal sauer ist, wenn ich vormittags gebacken habe und er  während er im Kindergarten war nicht mithelfen konnte. Er siebt Mehl (gerne auch zehnmal), halbiert Erdbeeren, schält Möhren und knetet für sein Leben gerne Hefeteig.
Er hat das einmal in unserer Familien-Stammpizzeria gesehen und macht das mittlerweile wie ein Profi (man darf aber nicht lachen, das ist serious business!).
Marlene: Was war Dein größtes Back-Desaster, und wie ist das ausgegangen?
Jeanny: Das größte Backdesaster war, daß ich einen Brownie gebacken habe, der mir dann aus der Hand glitt und kopfüber in eine Getränkekiste fiel. Das sah nicht schön aus und war eine ganz schöne Schweinerei, wir haben aber sehr gelacht. Ich habe auch schon Karamell anbrennen lassen, weil mein Induktions-Raketen-Herd Nasageschwindigkeiten im Aufheizen erreicht und die Milch kocht mir auch schon mal über, weil ich gleichzeitig versuche, zehn andere Dinge zu machen.
Marlene: Zeigst Du uns Deine liebsten Accessoires, mit denen Du Gebackenes präsentierst?
Jeanny: Mein Buffetschrank quillt über vor Tellern, Tortenplatten in allen Größen, Formen und Farben, alten Holzschneidebrettern, Kuchengittern und Besteck. Von Oma, Flohmärkten, aus Urlauben und Internetschnäppchen.

Ich backe ja immer mit zu wenig Zucker. Behauptet jedenfalls mein Freund. Dieses Wochenende konnte er diese Behauptung ganz klar nicht aufrecht erhalten. Denn unser Sonntagssüß war Baklava, die leuchtende Venus am Abendhimmel der Süßigkeiten… Schaut selbst:

Gestern übrigens das erste Mal dieses Jahr Sonntagskaffee im sonnigen Garten. Ist das nicht fantastisch?

Und das Rezept möchte ich Euch auch nicht vorenthalten. Es ist wirklich ganz einfach…

Zutaten:

  • ca. 500g fertigen Yufka-Teig aus dem türkischen Laden
  • Speiseöl
  • 200g gemahlene Haselnüsse/Walnüsse/Pistazien/Mandeln… wonach Euch gerade ist!
  • 200g Datteln, entsteint und gehackt
  • 2 Eiweiß
  • 300g Zucker
  • etwas Orangen- und Zitronensaft

Eine ofenfeste Form fetten (ich hab eine Auflaufform genommen). Die Yufka-Blätter auseinander falten, in zwei gleichgroße Stapel teilen. Jedes Blatt einölen (damit sie nicht zusammenpappen) und die Blätter von Stapel eins in die Form legen (ungefähr auf die entsprechende Größe falten). Die Eiweiße mit ca. 100g des Zuckers ganz steif schlagen, bis die Masse glänzt. Mit den gemahlenen Nüssen und Datteln mischen. Auf die Teigschicht geben und gleichmäßig verteilen.

Jetzt den zweiten Yufka-Stapel auf die Nuss-Dattel-Masse geben. Etwas andrücken. Noch ungebacken in Rauten schneiden. Vorsicht, nicht zu groß! Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad ca. 40 Minuten backen.

Währenddessen den übrigen Zucker mit 200ml Flüssigkeit aufkochen. Ich habe ca. 150 ml Wasser und 50 ml Orangensaft genommen. Bei relativ starker Hitze einkochen lassen. Am Schluss mit Zitronensaft abschmecken (ca 2 EL).

Den noch heißen Sirup über den fertig gebackenen Kuchen gießen. Abkühlen lassen und genießen… 🙂

Und jetzt nochmal was anderes: Es gibt eine Gewinnerin für die kleinen Häkelbecher! Ich würde sie gerne an Èva weitergeben… Bitte schick mir doch Deine Adresse per Email zu! Danke Euch fürs Mitmachen – auch wenn ich das Gefühl hatte, nicht so ganz den allgemeinen Geschmack hier getroffen zu haben – Hand aufs Herz!?

Hallo everyone… This weekend’s Sonntagssüß indeed is sweet – it was a heavenly Baklava… See the pictures above! If someone is interested, I’ll translate the recipe for you…

And: There’s a winner of the crocketed egg cups. I want to give them to Èva…! Hope all of you had a wonderful weekend…